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Obamas Klimaaktionsplan: 7,9 Mrd. US-Dollar für "Clean Energy" - 6,1 Mrd. US-Dollar für Energieeffizienz

26.06.13

Nachdem den USA 2012 durch Wetterextreme 100 Mrd. Euro Schaden entstanden sind, unternimmt US-Präsident Barack Obama nun einen zweiten Anlauf, den Ausstoß von Klimagasen zu reduzieren. Wie er in einer Rede am Dienstag ankündigte, soll die US-Umweltbehörde EPA bis 2016 neue Grenzwerte für neue und bestehende Kraftwerke festlegen, da 40 Prozent aller emittierten Klimagase der USA auf das Konto von Kraftwerke gehen. Der Gesetzentwurf der EPA liegt seit einem Jahr vor. Obama erwähnte auch die Technik der CO2-Speicherung im Boden (CCS), um Emissionen zu reduzieren.

2012 lagen die Kapazitäten aus Wind-, Sonnen-, Biomasseenergie und Geothermie in den USA bei 85,7 GW. Bis 2020 sollen diese Kapazitäten noch einmal verdoppelt werden. Dafür sollen 2014 30 Prozent mehr Fördergelder fließen. Insgesamt sind 7,9 Mrd. US-Dollar Investitionen in "Clean Energy" geplant. Gefördert werden sollen allerdings auch die umstrittenen Biokraftstoffe, sowie moderne Kohlekraftwerke und Kernreaktoren. 6,1 Milliarden Euro sollen allein der Finanzierung innovativer Energieeffizienz-Projekte dienen. Schon im Herbst 2013 sollen 250 Mio. US-Dollar an ländliche Energieversorger ausgezahlt werden, um Energieffizienzmaßnahmen umzusetzen. Besonders im Gebäude- und Verkehrssektor drängt Obama auf Effizienz: Bis 2025 sollen Autos nur noch umgerechnet 4,31 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen.

EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard bezeichnete Obamas Klimaaktionsplan in einem Video-Statement als "vielversprechenden Anfang." Wir alle müssten mehr tun, so Hedegaard, um eine Welt mit weniger CO2-Emissionen zu erreichen.

Klimaaktionsplan (US Government, abgerufen am 26.6.2013)

Gesetzentwurf zu neuen CO2-Grenzwerten (EPA, Juli 2012)