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Steuern: Spitzenausgleich

Ab 1.Januar 2013 wird es ernst: Energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes erhalten weiter eine Steuerbegünstigung. Allerdings nur, wenn sie ihre Energieeffizienz erhöhen. Den entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hat der Bundesrat nun gebilligt. Die bisherige Regelung für den Spitzenausgleich läuft Ende 2012 aus.

Mehr Energieeffizienz bedeutet:

  • Große Unternehmen müssen nachweislich mit der Implementierung eines Energiemanagements begonnen haben, das der DIN EN ISO 50001 entspricht. Bei KMU können alternative Systeme, die der DIN EN 16247-1 entsprechen eingeführt werden. Das gilt auch für 2014.
  • Ab 2015 ist die Übergangsfrist beendet. Nur wer ein Energiemanagement installiert hat, bekommt auch den Spitzensteuerausgleich. Zudem müssen branchenübergreifend Einsparziele erreicht werden. Unternehmen, die 100% des Branchenzielwertes erreichen, bekommen auch 100% des Ausgleichs.
  • Ab 2016 müssen die Unternehmen nachweisen, dass sie die Zielvorgaben auch kontinuierlich erreichen. Die Zielvorgaben selbst errechnet die Bundesregierung auf Grundlagenzahlen des Statistischen Bundesamtes. Der nachzuweisende Zielwert steigt im Zeitablauf an: von 1,3 Prozent für das Bezugsjahr 2013 bis auf 5,25 Prozent für das Bezugsjahr 2016.

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Weitere Informationen zum Spitzenausgleich

Energie- und Stromsteuerrechner

 

Energieeffizienzrichtline von EU-Ministerrat angenommen

Unternehmen werden jetzt kaum mehr um ein systematisches Energiemanagement herum kommen. Nachdem der EU-Ministerrat jetzt die Energieeffizienzrichtlinie angenommen hat, geht es jetzt an die nationale Umsetzung. In spätestens 18 Monaten müssen auch hierzulande klare Systeme zu Energieeffizienzverpflichtungen vorliegen. Denn die EU Vorgabe lautet unter anderem, dass die europäischen Energieversorger verpflichtet sind, jährlich 1,5 Prozent ihrer an die Endkunden gelieferten Energie einzusparen. Dass die Energieversogungsunternehmen diese Verpflichtung nicht nur auf der eigenen Schulter tragen wollen, zeigt die Aussage des VKU-Hauptgeschäftsführers Hans-Joachim Reck: "Beim Umbau unseres Energiesystems muss energieeffizienten Maßnahmen eine noch größere Bedeutung zukommen. Das ist auch für Verbraucher attraktiv, denn sie können durch effizienten Verbrauch Preiserhöhungen abfedern." Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen Energie- und Wasserverbrauch (ASEW) im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sieht nicht nur die privaten Energieverbraucher in der Pflicht, sondern auch Industrie- und Gewerbebetriebe. Daher appeliert ASEW Chefin Vera Litzka an die Politik: "Die Unternehmen brauchen möglichst schnell Klarheit, wie groß der Anteil sein wird, den sie beitragen sollen."

Neben Einsaprungen des Energieabsatzes regelt die Energieeffizienzrichtline auch die Gebäudesanierung. Drei Prozent der von der Zentralregierung genutzten Gebäude müssen demnach ab 2014 jährlich saniert werden. Zu weiteren Punkten zählen der Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Energieeffizienzdienstleistungen.

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