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Energieeffizienz Förderprogramme für Unternehmen im Überblick

Materialeffizienz in der Produktion:

„Materialeffizienz in der Produktion“ ist ein Förderschwerpunkt im Umweltinnovationsprogramm unterstützt vom Bundesumweltministerium (BMU), Umweltbundesamt (UBA) und der KfW Bankengruppe. In diesem Schwerpunkt gefördert werden: bauliche und maschinelle Investitionen, Inbetriebnahme-Kosten von Anlagen sowie Gutachten und Messungen zur Erfolgskontrolle. Es kann aus zwei Fördermöglichkeiten ausgewählt werden. Entweder es wird ein Zinszuschuss zur Verbilligung eines Kredites von bis zu 70% der förderfähigen Ausgaben erteilt, oder ein Investitionszuschuss von bis zu 30% der förderfähigen Ausgaben. Ganz unbürokratisch läuft auch diese Fördermaßnahmen nicht ab, daher muss zunächst eine Projektskizze eingereicht werden (Schritt 1). Achtung: die Projektskizze muss bis 30 September 2013 bei der KfW Bankengruppe eingegangen sei. Die Aufforderung zur Antragstellung für die ausgewählten Projekte beginnt dann im Januar 2014. Einen kurzen Überblick über die Förderbedingungen, die förderfähigen Industrien und die Förderkriterien bietet der Flyer „Materialeffizienz“.  

Weiterführende Informationen zur Förderung


KFW Energieberatung Mittelstand:

Dieses Programm richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler. Mit Hilfe des Programmes können diese einen Zuschuss für eine erste (Initial-) Beratung sowie eine Detailberatung durch einen Energieberater beantragen.  Voraussetzung ist, dass die jährlichen Energiekosten höher als 5000 Euro sind.

Die sogenannte Intitialberatung zeigt zunächst die Einsparpotenziale im Unternehmen auf. Für diese Beratung gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Zuschuss von 80 Prozent der Beratungskosten, maximal jedoch 1280 Euro. Der Beratungszeitraum kann ab Erteilung der Zuschuss-Zusage der KfW bis zu drei Monate betragen.

Bei der Detailberatung erarbeitet der Energieberater konkrete Verbesserungsvorschläge zur Energieeffizienz. Zudem bewertet er die vorgeschlagenen Maßnahmen betriebswirtschaftlich. Für die Detailberatung gewährt die KfW einen Zuschuss von 60 Prozent der Beratungskosten, maximal 4.800 Euro. Die Detailberatung muss innerhalb von acht Monaten abgeschlossen sein. Initial- und Detailberatung können unabhängig voneinander beantragt werden.

Anträge können bei regionalen Partnern KfW gestellt werden. Diese Partner sind  Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Energieagenturen der Länder oder auch kommunale Wirtschaftsfördergesellschaften. Sie helfen bei der Antragstellung und empfehlen auf Wunsch fachlich spezialisierte Energieberater. Diese können auch direkt aus der KfW-Beraterbörse ausgewählt werden. 

Seit 1. März 2013 werden über das KfW-Programm auch Energieberater anerkannt, die hersteller-, anbieter und vertriebsneutral sind; die ein (Fach-)Hochschulstudium in den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften oder Naturwissenschaften oder einer anderen geeigneten Fachrichtung abgeschlossen haben; eine Zusatzqualifikation im Bereich der Energieberatung durch Zertifikate, Kurse oder Lehrgänge vorweisen können oder seit mindestens 3 Jahre hauptberuflich in der Energieberatung tätig gewesen sind.

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Zum KfW Förderprogramm Energieberatung Mittelstand


Förderung Querschnittstechnologien:

Das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die in hocheffiziente Technologien investieren. Betriebe, die mithilfe der effizienten Technologien nachhaltig für eine sparsame und effiziente Energieversorgung des eigenen Unternehmens sorgen, erhalten Fördergelder für den Ersatz einzelner Anlagen. Dabei wird die Netto-Investitionsvolumen von 5.000 Euro bis zu maximal 30.000 Euro pro Antragsteller gefördert. Zuschüsse erhalten Anlagen folgender Querschnittstechnologien:

  • Elektrische Motoren und Antriebe
  • Pumpen
  • Raumlufttechnische Anlagen
  • Druckluftsysteme
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung und zur Abwärmenutzung (nur für Raumlufttechnische Anlagen und Druckluftsysteme)

Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt laut BAFA von den technischen Effizienzkriterien ab. Neben den Einzelmaßnahmen wird auch die sogenannte systemische Optimierung gefördert. Der Ersatz bzw. die Erneuerung von mindestens zwei Querschnittstechnologien werden ab einer Investitionssumme von 30.000 Euro gefördert, ebenso wie Anlagenteile, die zur Effizienz des gesamten Systems beitragen.

Bevor die Fördermittel beantragt werden können, muss eine Energieeffizienzberatung voran gegangen sein. Die Maßnahmen werden nur gefördert, wenn mindestens 25 % an Endenergie eingespart werden.

Zur BAFA Förderung Querschnittstechnologien


Unternehmerkredit Energieeffizienz Niedersachsen

Das Land Niedersachsen unterstützt Energieeffizienzmaßnahmen niedersächsischer Betriebe durch die Verbilligung von Darlehen der KfW-Bankengruppe aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm. Gefördert werden Investitionsmaßnahmen, Sanierung und Neubau von Gebäuden sowie Planungs- und Umsetzungsbegleitung.

Bei Ersatzinvestitionen muss eine Endenergieeinsparung von mindestens 20 % erreicht werden, gemessen am Durchschnittsverbrauch der vergangenen drei Jahre. Bei Neuinvestitionen sind Einsparungen von mindestens 15 % gefordert. Hier gilt der Branchendruchschnitt als Bemessungsgrundlage. Die Höhe des Darlehens beträgt bis zu 100 % der förderfähigen Kosten. Der Kreditbetrag liegt zwischen 20.000 und 5 Mio. Euro je Vorhaben. Anträge können kleine und mittlere Unternehmen, Vertreter von freien Berufen sowie Betriebe stellen, die landwirtschaftliche Produkte verarbeiten und vermarkten sowie Unternehmen, die im Rahmen einer Contracting-Vereinbarung Energiedienstleistungen für Dritte erbringen.

Mehr zum Unternehmerkredit Energieeffizienz Niedersachsen


Förderung innovativer Energietechnologien und der Energieeffizienz (BayINVENT)

Der Freistaat Bayern unterstützt Unternehmen, die neue Energie- und Energieeinspartechnologien entwickeln und anwenden sowie Studien, die zu diesen Themen durchgeführt werden. Gefördert werden einzelbetriebliche und Verbundvorhaben zu Produkten, Verfahren und Dienstleistungen (industrielle und experimentelle Entwicklung). Auch Investitionen in Energiesparmaßnahmen und zur Förderung erneuerbarer Energien, die der Demonstration und Einführung dienen (Demonstrationsvorhaben) stehen im Förderkatalog. Zu den förderbaren Studien zählen Umweltstudien zu Investitionen in Energiesparmaßnahmen oder in erneuerbare Energien. Auf technischen Gebiet werden Durchführbarkeitsstudien bezuschusst, die im Vorfeld der industriellen Forschung bzw. der experimentellen Entwicklung stattfinden. Bei Unternehmen beträgt der Zuschuss zwischen 20 % bis 50 %, bei kommunalen Gebietskörperschaften und Trägern kirchlicher oder anderer Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit 40 % bis 70 %.

Zum BayINVENT Programm


 Energieeffizienz-Netzwerke/-Tische

Sie heißen Energieeffizienz-Netzwerke oder Energieeffizienz-Tische und werden oft staatlich unterstützt. Unter dem Stichwort lernende Netzwerke greift etwa in Baden-Württemberg das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft dem betrieblichem Umweltschutz finanziell und strategisch unter die Arme. 

In den Netzwerken arbeiten rund 10 bis 15 Unternehmensvertreter aus unterschiedlichen Branchen gemeinsam am Thema Energieeffizienz. Dabei wird für jedes Unternehmen ein ökologisch und ökonomisch sinnvoller Ansatz zum Energieeinsatz und -sparen entwickelt. Dieser soll dann auch im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) im betrieblichen Managemant verankert werden.

Bundesweit existieren fast schon 100 solcher Effizienznetzwerke. Sie sind meist regionale Zusammenschlüsse und werden von externen Fachleuten geleitet und moderiert. Neben dem Erfahrungsaustauch am Effizienztisch findet auch eine fachliche Vorortberatung in den teilnehmenden Firmen statt. In der Regel arbeiten die Unternehmen drei Jahre gemeinsam an ihrer effizienten Energie- und Ressourcennutzung. Etwas Ausdauer muss demnach mitgebracht werden. Sie wird aber auch belohnt. Wie das baden-württembergische Umweltministerium mitteilt, sind alle bereits abgeschlossenen Projekte erfolgreich gewesen. Innerhalb der Projektlaufzeit konnten die Unternehmen ihre Energiekosten durchschnittlich um 10,4 Prozent senken.

Zur Originalmeldung

Kontakte zu Effizienz-Netzwerken:

30 Pilot Netzwerke

Modell Hohenlohe

Energieeffizienz-Clubs Lüchow-Dannenberg

EnBW Netzwerk Energieeffizienz

Stadt Karlsruhe

EE-net Saar

Energieeffizienztisch Nord West

Energieeffizienz Netzwerk Südhessen

 N-Ergie Tisch-Effizienz

Energieeffizienz-Netzwerk Chiemgau-Rupertiwinkel

Netzwerk Mittelbayern

Netzwerk Mecklenburg Vorpommern/Hamburg

Netzwerk Energieeffizienz Ostwestfalen Lippe

Netzwerk Schwaben